Pflaster Muster legen

1. Die ungebundene Bauweise gehört zu der traditionellen Vorgehensweise und ist auch heute Standard. Sie verlegen die Steine auf einem Bett aus Sand oder Split. Die Fugen bestehen aus dem gleichen Material wie der Untergrund. Einer der entscheidenden Eigenschaften dieser Bauform ist die Elastizität. Unter Belastung kommt es zu elastischen Verformungen. Temperaturspannungen führen ebenfalls zu Verformungen. Ein weiterer Vorteil ist die Wasserdurchlässigkeit. Nachteilig wirkt sich die Tatsache aus, dass bei starkem Regen der Sand aus den Fugen gewaschen werden kann. Die Steine können dadurch im Laufe der Zeit zu wackeln beginnen. Eine gepflasterte Fläche wird durch ein interessantes Muster zusätzlich aufgewertet. Und bei großen Flächen sorgen verschiedene Verlegemuster für Abwechslung. Hier sind Beispiele für die gängisten Muster, die natürlich auch kombinierbar sind: In den sieben Grundmustern, die beim Verlegen von Pflastersteinen angewendet werden, sind fast alle möglichen geometrischen Verlegemuster enthalten.

Der Oberbau unterscheidet sich nicht von dem anderer versickerungsfähiger Pflastersteinsysteme. Da bei haufwerksporigen Betonpflastersteinen auf breite Fugen verzichtet werden kann, sind diese besonders bequem begeh- und befahrbar. Haufwerksporige Steine sind mit der für Pflaster vorgeschriebenen Fuge von 3 – 5 mm zu verlegen. Bei der Auswahl des Fugenmaterials ist auf ausreichende Wasserdurchlässigkeit und die Korngröße zu achten. Geeignet sind Mineralstoffgemische ohne Feinst- bzw. Nullanteile wie z. B. Splitt 0,5 / 1 mm oder 1 / 3 mm. Feines Material wie z. B. Sand kann das offenporige Gefüge des Steines verstopfen und die Versickerungsleistung herabsetzen.

Zu grobes Material passt nicht in die Fugen. Beachten Sie, dass Pflastersteine aus haufwerksporigem Beton nicht für Flächen geeignet sind, auf denen die Anwendung von Taumitteln erfolgt. Natursteinpflaster: Natursteinpflaster werden mit einem breiten Fugenabstand angelegt. Sie sind in Bezug auf die Regenversickerung vorteilhaft. Allerdings können Wurzeln durchdringen und es handelt sich um einen atmungsaktiven Untergrund. Dadurch erhöht sich der Bewuchs durch Unkraut und der Aufwand bei der Pflege ist größer. Sowohl mit Natur- als auch mit Betonsteinen kommen vielfältige Verlegemuster in Frage. Die Pflasterverbände können diagonal, vertikal und abgerundet ausgerichtet sein und in Kombination mit farbigen Steinen können dekorative Strukturen wie zum Beispiel Schuppenmuster entstehen. Pflasterplatten sehen durch ihre spaltraue, bzw.

gestockte Fläche sehr natürlich aus. Unregelmäßige Verlegemuster kommen dem sehr entgegen. Auch lassen sich Pflasterplatten aus unterschiedlichen Steinmaterialien miteinander kombinieren. Tipp: Einige Händler für Pflastersteine bieten gebührenpflichtig an, handgefertigte Skizzen mittels Computerunterstützung in ein Verlegemuster zu übertragen. Die großformatigen Platten sind ein Blickfang inmitten der im römischen Verband verlegten Betonsteinpflasterfläche. Bei der Anordnung sollten die dunklen Quader möglichst exakt aufeinander ausgerichtet sein. Abweichungen fallen sofort ins Auge und stören die Symmetrie des Gesamtbildes. Das reizvolle Zusammenspiel von zwei ganz unterschiedlichen Materialien gelingt in der Kombination von Natursteinpflaster und Kies besonders gut.